Einblick in die Praxis: Arbeiten als Werkstudent

Der Begriff Werkstudent hat in der Vergangenheit unterschiedliche Bedeutungen gehabt. immer aber ging es darum, dass Werkstudenten parallel zu ihrem Studium gearbeitet haben. Heutzutage werden Studierende in der Regel dann als Werkstudenten bezeichnet, wenn sich ihre praktische berufliche Tätigkeit an den Inhalten ihres Studiums ausrichtet. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn ein Maschinenbaustudent neben dem Studium in der Konstruktionsabteilung eines großen Automobilherstellers tätig ist. Wenn ein Student abends an einer Kinokasse sitzt, handelt sich dagegen im heutigen Sprachgebrauch um einen Studentenjob.

Ein Gewinn für beide Seiten

Durch die Tätigkeit als Werkstudent lässt sich bereits vor Abschluss des Studiums wertvolle Erfahrung im späteren Berufsfeld sammeln. Außerdem entsteht ein erstes Netzwerk an Kontakten in der jeweiligen Branche. Außerdem ist die Bezahlung, je nach Tätigkeitsfeld, oft höher als bei einem einfachen Studentenjob. Doch auch die Firmen profitieren davon, dass frisch auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand ausgebildete Kräfte in ihren Fachabteilungen tätig sind. Außerdem lässt sich auf diese Weise der spätere Nachwuchs bereits früh für das eigene Unternehmen begeistern. Da der Kampf um die besten Köpfe aufgrund rückläufiger Geburtszahlen in Zukunft weiter zunehmen wird, setzen immer mehr Unternehmen auf diese Strategie, was die Besetzung von Stellen mit besonderem Anforderungsprofil betrifft.

 

Eine breite Palette an Möglichkeiten

International operierende Konzerne mit Hauptsitz in Deutschland haben so gut wie immer ein eigenes Programm für Werkstudenten. Hier besteht zuweilen sogar die Möglichkeit eines Einsatzes im Ausland. Hierfür ist allerdings der Nachweis entsprechender Sprachkenntnisse eine wichtige Grundvoraussetzung. Außerdem werden regelmäßig gute Noten im Studium zur Bedingung für eine Einstellung gemacht. Neben der Tätigkeit als Werkstudent besteht bei vielen Unternehmen außerdem die Möglichkeit, die Abschlussarbeit für das Studium in Kooperation mit der Firma zu erarbeiten. Die praktische Relevanz des Themas und die dadurch gezeigte Eigeninitiative macht im Zweifel auch bei anderen potentiellen Arbeitgebern Eindruck. Gleichzeitig werden auf diese Weise Projekte vorangebracht bzw. im Unternehmen bestehende Probleme durch innovative neue Ansätze gelöst.

Die praktischen Fragen rund um das Thema Werkstudent

Notwendige Voraussetzung für eine Einstellung als Werkstudent ist in jedem Fall eine aktuelle Einschreibung an einer Hochschule. Entsprechend wird von den Unternehmen regelmäßig ein Nachweis der Immatrikulation verlangt. Da das Studium während der Vorlesungszeit die Hauptbeschäftigung darstellen muss, ist außerhalb der Semesterferien die Arbeitszeit für Werkstudenten auf maximal zwanzig Stunden pro Woche begrenzt. Während der Semesterferien kann diese dagegen bis zu einer Vollstelle ausgedehnt werden. in Sachen Gehalt gilt auch für Werkstudenten der Mindestlohn als absolute Untergrenze. Regelmäßig liegen die tatsächlichen Bezüge deutlich oberhalb dieses Satzes. Die konkrete Höhe hängt dabei stark vom allgemeinen Lohnniveau der jeweiligen Branche sowie vom aktuellen Erfolg des einzelnen Unternehmens ab.

Früh spezialisieren und bald bewerben

Da Stellen als Werkstudent inhaltlich viel zu bieten haben und oft gut bezahlt sind, sind sie auch entsprechend begeht. Daher ist es wichtig, sich möglichst frühzeitig um eine solche Stelle zu kümmern. Dabei kann es hilfreich sein, bereits früh im Studium eine bestimmte inhaltliche Richtung einzuschlagen, die sich mit den Erfordernissen der späteren Wunschbranche deckt. Wenn dann noch die Noten ein entsprechendes Niveau haben und der erste Auftritt im Bewerbungsgespräch überzeugend verläuft, kann in der Regel schnell in berufliche Praxis eingestiegen werden. Interesse an einem Job als Werkstudent? Klick hier

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